Nachhaltigkeit
Der Begriff Nachhaltigkeit wurde erstmals vor knapp 300 Jahren in der Forstwirtschaft formuliert. Heute ist aus dem Schlagwort längst eine Leitlinie geworden
Der Begriff der Nachhaltigkeit stammt ursprünglich aus der Forstwirtschaft. Der Gedanke: In einem Wald sollen nur so viele Bäume geschlagen werden, wie in einem Jahr nachwachsen. Durch diese Bewirtschaftungsweise sollte sichergestellt werden, dass der Wald nie zur Gänze abgeholzt wird. Auf die Gesamtwirtschaft wurde der Begriff der Nachhaltigkeit erstmals 1952 angewandt.
Gro Harlem Brundtland (ehem. norwegische Ministerpräsidentin) definierte im rahmen der UNO Nachhaltigkeit wie folgt: "Nachhaltigkeit ist, den Bedürfnissen der heutigen Generation zu entsprechen, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen."
In der heutigen Bedeutung wurde der Begriff der nachhaltigen Entwicklung, englisch: „sustainable development“ auf der Gipfelkonferenz der Vereinten Nationen 1992 in Rio de Janeiro als Ziel formuliert. Anlass war die Erkenntnis, dass es in einer Welt mit so viel Armut und Umweltschäden keine gesunde Gesellschaft oder Wirtschaft geben kann.
Als Ergebnis formulierte man in einer Agenda die Forderung, den Kurs der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung zu ändern und mehr Rücksicht auf die Belange der Umwelt zu nehmen. Diese „Agenda 21“ besteht aus insgesamt 40 Kapiteln, in denen alle relevanten Politikbereiche und Handlungsmaßnahmen behandelt werden. Das Ziel: die Befriedigung der menschlichen Grundbedürfnisse mit einer qualitativ hochwertigen Umwelt und einer gesunden Wirtschaft für alle Menschen der Erde miteinander in Einklang zu bringen.
Heute ist aus dem Schlagwort längst eine Strategie geworden. Immer mehr Unternehmen achten darauf, dass Umweltschutz langfristig profitabel ist und dass der vorausschauende Umgang mit sozialen Anspruchsgruppen die Unternehmenszukunft sichert. Aus dieser Sicht bieten Anlagen in Unternehmen, die diesen Leitgedanken folgen, einerseits ein Renditepotenzial, andererseits aber auch die Möglichkeit, nachhaltige Entwicklung zu stützen.
